Die Wiederherstellung im “Alten Stil”

Nachdem die Einrichtung des “Feuerschiffes Texel” 1996 in die Hände der ehrenamtlichen Mitarbeiter der “Stichting Historie der Kustverlichting” gelangte, wurde direkt mit den Wiederherstellungsarbeiten begonnen. Alle herumliegenden Kabel wurden entfernt. Im Zuge der Automatisierung waren sämtliche Apparaturen ersetzt oder verlegt worden. Einst waren neue Kabel verlegt worden, ohne das die alten Kabel entfernt wurden. Wo einst die Bullaugen waren, befanden sich nun Eisenplatten. Die  Bullaugen wurden aus Sicherheitsgründen entfernt, als die Besatzung von Bord ging und durch Eisenplatten ersetzt. Der Nachteil dessen war, dass kein Licht mehr ins Innere gelangen konnte. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter entfernten die Eisenplatten und setzten die Bullaugen wieder ein. Da der Lotsendienst zur “Koninklijke Marine” gehörte, wurde das “Feuerschiff Texel” mit Materialien der  “Koninklijke Marine” ausgestattet.
Nachdem das Schiff von seinem Standort in der Nordsee in den Hafen gebracht wurde, wurde es ausgeraubt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter begannen danach mit der Einrichtung des “Feuerschiffes Texel”. Mit herzlichem Dank an die “Koninklijke Marine” wurde Jahr ein Jahr aus an der Wiederherstellung des “Feuerschiffes Texel” gearbeitet. Beispielsweise wurden zwei Radios aus der alten Zeit, vom Typ Becker, mit allem Zubehör und einem Schalter für die Antenne, wieder an ihrem einstigen Platz an Bord aufgehängt. Der Tisch, auf dem die Radiofunkgeräte gestanden haben, wurde nachgebaut. Die Kommode wurde ebenfalls nachgebaut. Demzufolge konnten auch die Radiobaken an ihren angestammten Ort zurückkehren. Mit Mühe und Not gelang es den ehrenamtlichen Mitarbeitern, dem Nebelhorn den Klang von einst zu entlocken. Bei der Restauration der Kombüse wurde ein Großteil der Fußbodenplatten erneuert. Das schwerste Stückchen Arbeit erwartete die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Maschinenraum. Hier war wirklich von den ursprünglichen, originellen Apparaturen nichts mehr zu finden. Alles war auf die moderne Zeit angepasst worden. Der Maschinenraum konnte erst gereinigt werden, als zwei der drei Samofa- Generatoren entfernt worden waren. Danach wurde gestrichen. Die vier Kromhout-Dieselgeneratoren wurden nach den Reinigungsarbeiten und dem Anstreichen des Maschinenraumes montiert. Die nächste Renovierung ließ aber nicht lange auf sich warten. Diese erfolgte in dem Raum, in dem sich die Ankerwinde und die außerordentlich lange, schwere Ankerkette befanden. Sämtliche Räumlichkeiten wurden in den “alten Stil” zurück versetzt. Sogar die Zentralheizung, der Ort für die Lagerung der Batterien, der Elektrizitätsraum, der Hobbyraum und die Zimmermannswerkstatt wurden originalgetreu eingerichtet. Der Toilettenraum, der sich ursprünglich mittschiffs befand, musste komplett wiederhergestellt werden. Zum Schluss wurden alle modernen Lampen, die  Verteilerdosen und die Kabelanschlüsse entfernt. Alles wurde durch “originale Materialien” ersetzt.
Im Hafen wurde mit der Restauration der Außenseite des Schiffes begonnen. Es sollte so restauriert werden, dass es wieder genauso aussah, wie vor der Automatisierung. Die Laufplanke wurde an ihre altbewährte Stelle zurück gelegt. Von den Masten war nur der untere Teil des vorderen Mastes erhalten geblieben. Der vordere Untermast wurde vollständig neu aufgebaut. Er wurde zunächst komplett, mit allem Zubehör, von Deck entfernt. Der hintere Mast wurde auch neu errichtet. Der nächste große Schritt war das Entfernen des Hubschrauberdecks. Danach setzte man die zwei Untermasten, die Verstagung (das Want) und die Antenne auf ihren Platz zurück. Daraufhin wurde der Ladebaum installiert, mit dem die Barkasse zu Wasser gelassen werden kann. Danach wurde eine Replik des Wachraums an Bord gebracht. Das Ruder-Rettungsboot und die beiden Sitze für die Barkasse wurden befestigt. 2009 lag das “Feuerschiff Texel” für Reparaturarbeiten im Dock. Während dieser Periode wurden die auf beiden Seiten des Schiffes befindlichen Anbauten entfernt. Diese Anbauten wurden im Zuge der Automatisierung am Schiffsrumpf angebracht, um die Fahrpfosten befestigen zu können. Mit Hilfe einer Leiter konnte man auf schnelle Art und Weise an Bord klettern. Endlich hatte das “Feuerschiff Texel” seine alte, vertraute Ausstrahlung zurück gewonnen. In den Jahren 2011/2012 statteten die ehrenamtlichen Mitarbeiter die Verstagung der Masten und die Reling des Schiffes mit Halogenlampen aus. Zu besonderen Gelegenheiten sowie zur Weihnachtszeit ist das “Feuerschiff Texel” erleuchtet. Dann erstrahlt es in hellem Lichterglanz.

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